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Gedanken
über das Leben






Nebelzauber

Es ist ganz früh am Morgen, die Zeit vor der Dämmerung. Alles schläft noch, das Land atmet Ruhe aus. Zarte Nebelschleier schweben dicht über dem Boden. Wie im Tanz bewegen sie sich ganz sacht in die Höhe.Die Dämmerung webt langsam und beständig einen neuen Tag an die Nacht.

Ich stehe in einer Senke, um mich herum sind die sanften Wellen von Wiesen und Feldern, inmitten derer sich vereinzelt Bäume oder Baumgruppen wie Inseln im wogenden Meer erheben. Der Wald am Horizont ist ein dunkler Strich. Der aufsteigende Nebel macht die Dämmerung noch weicher. Er verbirgt das erwachende Leben der Natur vor meinen Augen. Ich sehe nicht viel - und doch sehe ich immer mehr: Die Formen des Nebels werden zu Gestalten, Nebelschleier zaubern Kulissen vor meine Augen, die Bewegungen des Nebels ergeben eine Melodie.

Er hat mich verzaubert, der Nebel. Und was ich sehe, ist nicht das Äußerliche, dem Auge sich Offenbarende, nicht das Sichtbare der Welt; es ist vielmehr das, was ich mit dem inneren Auge, mit dem Herzen sehe, das, was in meiner Phantasie lebt.

Ich mag sie, die Zeit zwischen den Zeiten, die "Stunde" der Dämmerung zwischen Tag und Nacht. Aber ich liebe auch die klaren, hellen Zeit des Tages, denn ich liebe das Leben. Und ich will es leben, nicht nur träumen. Darum zählen im bunten, pulsierenden Leben des Tages ganz andere Dinge für mich - und das ist gut so.

Doch hin und wieder reise ich auch ganz gern in das Land der Nebelzauber.

Ahryan

25.10.06 22:00
 


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